Studien zu Achtsamkeit bei Abhängigkeitserkrankungen

2014

  • Beiglböck et al (2013) Achtsamkeitsbasierte Suchttherapie – Möglichkeiten und Grenzen. Suchttherapie
  • 286 substanzabhängige Personen wurden per Zufall drei Gruppen zugeordnet: Eine absolvierte das achtwöchige MBRP-Programm (Mindfulness-Based Relapse Prevention), eine andere ein verhaltenstherapeutisches Rückfallprophylaxe-Programm und eine erhielt die sonst übliche Behandlung. Beide Gruppen waren nach sechs Monaten der üblichen Behandlung in Bezug auf Tage ohne Substanzkonsum überlegen. Die kognitive Verhaltenstherapie half mehr als MBRP den Zeitraum ohne Substanzgebrauch zu verlängern, allerdings hatten die Teilnehmer der MBRP-Gruppe nach zwölf Monaten signifikant weniger Tage mit Suchtmittelkonsum und weniger schwere Rückfälle als jene der beiden anderen Gruppen (Bowen et al 2014) [CrossRef]
  • Chiesa und Serretti (2014) referieren 24 Studien, in denen sich nach achtsamkeitsbasierten Interventionen der Konsum von Alkohol, Kokain, Amphetaminen, Marihuana, Zigaretten und Opiaten in einem signifikanten Ausmaß stärker reduzierte als in entsprechenden Kontrollgruppen. Es gibt Hinweise, dass die Interventionen das Craving – das Verlangen nach dem Suchtmittel – und damit die Rückfallgefahr verringern [CrossRef]

2013

  • Ein achtsamkeitsbasiertes Gruppenprogramm verringerte das Craving (Substanzverlangen), erhöhte die internale Attribution (Einschätzung inwiefern man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann) und die Verfügbarkeit von Ressourcen (Spectrum Psychiatrie 1/2013, S. 47)  (Beiglböck et al 2013)
  • College-Studenten mit höherer Achtsamkeit haben weniger Alkoholprobleme und weniger Stress – dieser scheint dabei eine Mediatorrolle zu spielen (Bodenlos et al 2013)
  • Artikel zu Buddhistischer Philosophie und Spielsucht (Shonin et al 2013) [download]
  • Achtsamkeit reduziert Craving bei Rauchern (Westbrook et al 2013).

2012

  • Achtsamkeitspraxis und therapeutische Allianz als Prädiktoren für das Ausmaß an Achtsamkeit nach Abschluss des MBRP-Programms (Bowen & Kurz 2012)
  • Achtsamkeit und Neuroplastizität (Boyce 2012, download)
  • Der Beitrag von Alan Marlatt (Bowen & Vieten 2012)
  • Substance Abuse and Relapse Prevention.  (Marlatt et al. In C. K. Germer & R. D. Siegel (Eds), Compassion and Wisdom in Psychotherapy. New York: Guilford Press 2012)
  • Mechanismen über die MBRP das Craving vermindert (Witkiewitz et al 2012)
  • Neurobiologische Mechanismen, wie Achtsamkeit auf das Gehirn süchtiger Personen wirkt (Witkiewitz et al 2012)
  • Mindfulness and Substance Use Intervention. Call for Papers mit Literaturübersicht (Black 2012, download)

2011

  • Metastudie zur Wirksamkeit achtsamkeitsbasierter Verfahren bei Sucht (Skanavi et al 2011)
  • Feuerwehrmänner mit höherer Achtsamkeit zeigten weniger depressive Symptome, weniger Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung und hatten weniger Alkoholprobleme  (Smith et al 2011).

2010

  • Co-Morbidität von Depression und Substanzabhängigkeit und Achtsamkeit (Brewer et al 2010)
  • Bei 316 College-StudentInnen war erhöhte Achtsamkeit mit weniger mit Alkohol in Zusammenhang stehenden Problemen korelliert. Dies betraf insbesondere den Faktor Akzeptanz, d.h. das Nicht-Bewerten (Fernandez et al 2010).
  • Achtsamkeit bei Zigaretten-Craving (Rogojanski et al 2010)
  • Zusammenhänge zwischen Depression, Craving und Substanzgebrauch nach dem BBRP-Programm (Witkiewitz et al 2010) Archive of the live webcast of Mind and Life XXVII: Craving, Desire, and AddictionAchtsamkeit bei Zigaretten-Craving (Rogojanski, Vettese & Antony 2010) [CrossRef]

2009

  • Das achtwöchige Programm zur Rückfallprävention (MBRP) reduzierte den Substanzgebrauch und das Craving (Bowen et al 2009)
  • „Surfing the urge“ bei rauchenden StudentInnen (Bowen & Marlatt 2009)
  • Achtsamkeitstraining verringerte bei alkohol- und/oder kokainabhängigen Menschen im Vergleich zu einer kognitiven Verhaltenstherapie die subjektiven und körperlichen Auswirkungen von Stress  (Brewer et al 2009).
  • Übersicht (Bachelorarbeit) „Achtsamkeitsbasierte Ansätzen in der Psychotherapie von Abhängigkeitsstörungen“ (Gmerek 2009, pdf-download)
  • MBSR adaptiert für „Therapeutic Community Treatment „(MBTC): Studie mit 459 substanzabhängigen Patienten im Kontrollgruppendesign (Marcus et al 2009)
  • Kritische Übersichtsarbeit (Review über 25 Studien): „Overall, although preliminary evidence suggests mindfulness meditation-based interventions (MM) efficacy and safety, conclusive data for MM as a treatment of substance use disorders are lacking“ (Zgierska et al 2009)
  • Übersicht (Bachelorarbeit) „Achtsamkeitsbasierte Ansätzen in der Psychotherapie von Abhängigkeitsstörungen“ (Gmerek 2009) [pdf-download]
  • Kritische Übersichtsarbeit (Review über 25 Studien): „Overall, although preliminary evidence suggests mindfulness meditation-based interventions (MM) efficacy and safety, conclusive data for MM as a treatment of substance use disorders are lacking“ (Zgierska et al 2009) [PubMed]

2008

  • MBSR adaptiert für „Therapeutic Community Treatment „(MBTC): Studie mit 459 substanzabhängigen Patienten im Kontrollgruppendesign (Marcus et al 2009) [CrossRef]
  • Evaluation von MBSR in der Behandlung von Abhängigen: Nützlichkeit, Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit (Carrol et al 2008) [CrossRef][article]
  • Evaluation von MBSR in der Behandlung von Abhängigen: Nützlichkeit, Übertragbarkeit und Nachhaltigkeit (Carrol et al 2008) [article]

2007

2006

2005

2004

  • ACT bei Opiatabhängigen mit zusätzlichem Missbrauch anderer Substanzen in Ergänzung zur Methadonsubstitution: ACT führt zu einer objektiv gemessenen und zu einer subjektiv empfundenen Verringerung der Gesamt-Drogen-Dosis (Hayes et al 2004) [CrossRef]
  • ACT zur Raucherentwöhnung im Vergleich zu Nikotin-Ersatz-Therapie. Keine Unterschiede nach Therapieende, bessere Ergebnisse beim 1-Jahres Follow-up (Gifford et al 2004) [CrossRef]
  • Pilotstudie zu Achtsamkeit bei substanzabhängigen Menschen (Alterman et al 2004)
  • ACT bei Opiatabhängigen mit zusätzlichem Missbrauch anderer Substanzen in Ergänzung zur Methadonsubstitution: ACT führt zu einer objektiv gemessenen und zu einer subjektiv empfundenen Verringerung der Gesamt-Drogen-Dosis (Hayes et al 2004)
  • Buddhist philosophy and the treatment of addictive behavior (Marlatt 2002)

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